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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Mai 2018 um 11:20 Uhr

 


16.04.2018 / w

 

 

Bäder

 


 

16.04.2018 / w

Nienhagen -
Der Wolf ganz anders - Buchautorin erzählt im Hagensaal über ihre Begegnungen mit Wölfen


Liebe Deine Familie - sorge für die, die Dir anvertraut sind, gib niemals auf und hör nie auf zu spielen!!!  Sind das nicht gute Vorgaben auch für uns Menschen oder leben wir - leben Sie - heute schon nach diesen Prinzipien?  Die Wölfe tun es, sagt die Buchautorin Elli H. Radinger, die wir gleich für zwei Lesungen im Hagensaal Nienhagen gewinnen konnten und die diese Sätze mit einem Lesezeichen gleich jedem Besucher in die Hand gibt.

Elli H. Radinger nennt sich nicht Wolfsexpertin, aber dennoch weiß sie vieles über dieses Tier zu erzählen. Was sie weiß ist, dass es heute viele selbst ernannte Wolfsexperten gibt, die aber noch nie einen Wolf in der freien Natur erlebt haben. Und so berichtet sie über zwei Stunden von diesem Tier, vor dessen Rückkehr so viele Menschen Angst haben. Dabei verkennt sie nicht die Sorgen der Landwirte, fordert finanzielle Hilfen des Landes zum Herdenschutz und weiß, dass Wölfe auch gefährlich sein können - allerdings werden sie in der Regel von uns Menschen genau dazu gemacht. Daher gibt Elli H. Radinger auch Hinweise zum Verhalten bei einer Wolfsbegegnung und was man keinesfalls tun darf - nämlich nicht füttern, nicht Zeit nehmen zum Fotografieren, nicht mit Gegenständen werfen, was junge Wölfe als Einladung zum Spiel verstehen.

Deutschland ist dicht besiedelt und immer wieder einmal werden gerade junge Wölfe die Gegend erkunden und dabei vielleicht sogar durch das Dorf laufen. Sie sind neugierig, genau wie eben auch junge Menschen und sie werden merken, dass sie dort nicht willkommen sind. Ein junger Wolf im Dorf ist noch  kein Problemwolf, er kann aber genau zu einem solchen werden - wenn wir Menschen uns eben  falsch verhalten.

Elli H. Radinger stellt am Vormittag vor über 70 Schülerinnen und Schülern den Wolf als soziales Wesen vor, in dem nicht das Leittier in allen Dingen das Sagen hat, sondern vor allem die weiblichen Tiere. Wolfseltern sind "vernarrt" in ihre Kinder, die sie viel gewähren lassen, aber auch klare Grenzen aufzeigen - wobei sich die Elterntiere immer einig sind. Bei uns Menschen trifft das leider nicht immer zu.  Auch alte und kranke Tiere werden nie allein gelassen - sie werden immer  versorgt und umsorgt, auch wenn sie an der Jagd nicht mehr teilnehmen können.

In der Abendvorstellung vor noch mehr Zuhörern macht Elli H. Radinger vor allem eines klar -  Wölfe werden sich in Deutschland, aber auch sonst, niemals so vermehren können, dass wir uns Sorgen um unseren Wildbestand machen müssen. Die ausgewiesene Beute der Wölfe sind Rehe und Hirsche und davon werden in Deutschland pro Jahr immer noch deutlich mehr durch Jägerhand gestreckt, als es Wolfsrudel je schaffen könnten.

Unter den vielen Fragen, die der Autorin von den Zuhörern gestellt wurde, war auch die: "Wozu  brauchen wir den Wolf, können wir nicht auf ihn verzichten?"   Eine klare Antwort von Elli H. Radinger: " Mit welchem Recht hinterfragen wir, wer auf dieser Welt einen Anspruch auf Existenz hat?"

Die Erzählungen der Autorin sind ebenso beeindruckend, wie die den Vortrag begleitenden Fotos und natürlich klingt es gräulich, wenn die Wölfe nach einem Riss ihrer Beute zunächst den Bauch aufbrechen. Wie aber töten eigentlich wir Menschen, damit unsere Fleischregale im Supermarkt immer gut gefüllt sind oder man den leckeren Burger um die Ecke kaufen kann?

Elli H. Radinger macht uns wach für eine etwas andere Sicht der hitzig geführten "Wolfsdebatten".

 

Wolf

Buchautorin Elli H. Radinger im voll besetzten Hagensaal



21.02.2018 / HeHo

 

Nienhagen -
Erhebliche Einwendungen zum Antragsverfahren der Firma Kali + Salz


Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger,


im Antragsverfahren der Firma Kali + Salz zur Abdeckung der Kalihalde in Wathlingen wird die Gemeinde Nienhagen gegenüber dem Landesbergamt umfangreiche Einwendungen erheben. Die unter Beratung eines Fachanwaltes und eines Umweltgutachters erstellten Anregungen, Bedenken und Forderungen hat der Rat der Gemeinde Nienhagen in dieser Woche einstimmig beschlossen.


Unsere zentrale Forderung besteht zunächst darin, dass der Antragsteller weitere bedeutende Daten erheben muss, da die sich aus dem Antragsverfahren zu entnehmenden Daten/Messwerte und Untersuchungsergebnisse in keiner Weise ausreichend sind und insbesondere den derzeitigen Zustand der Halde nicht nachvollziehbar und eindeutig belegen.


Wir widersprechen dem Vorhaben, sofern es leider nicht vorsieht, große Teile der Halde wieder unter Tage zu verbringen ebenso wie den Planungen, in das Bergwerk Frachten anderer Betriebsstätten einzubringen und später belastete Haldenwässer in die Fuhse zu leiten.


Rein vorsorglich widersprechen wir weiterhin  etwaigen Planungen zur Realisierung des Vorhabens auf der Trasse der ehemaligen Grubenanschlussbahn -  und damit durch das Naturschutzgebiet -  eine Straße oder sonstige Transportwege zu realisieren und wir widersprechen ebenso vorsorglich der Anlage eines Umschlag-Recyclingplatzes auf dem Gebiet der Gemeinde Nienhagen.


Allein  die Nutzung der Grubenanschlussbahn zu Nutzung  für den Schienenverkehr -also dem Transport per Zug über Schiene - halten wir für prüfbar.


Die Stellungnahme der Gemeinde Nienhagen ist für alle Bürgerinnen und Bürger in Kürze auf unserer Internetseite lesbar.


Ich bedanke mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, der Bürgerinitiative Wathlingen, dem Naturschutzbund Ortsverband Wathlingen, den Eisenbahnern der Kalibahn und allen anderen, die die Mitglieder des Rates der Gemeinde Nienhagen, der Verwaltung und auch mich persönlich in diesem Verfahren bisher begleitet und beraten haben. Um ein für alle Seiten akzeptables und unserer Zukunft sicherndes Ergebnis zu erzielen, setze ich auch weiterhin auf diese  ausgezeichnete Form der Zusammenarbeit.


Ihr
Jörg Makel
Bürgermeister der Gemeinde Nienhagen

 

 


 

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