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aus Nienhagen

Das Schwimmbecken im Hallenbad wurde zum Konzertsaal

Diese Location wird es so schnell nicht wiedergeben. Am vergangenen Wochenende hatten Bürgermeister Jörg Makel und Pastor Uwe Schmidt-Seffers zu zwei Konzerten im Schwimmbecken des Nienhagener Hallenbads eingeladen.

„Bevor das Hallenbad für mindestens ein Jahr wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten geschlossen wird“, so der Bürgermeister, „wollten wir den Menschen in der Region die Möglichkeit geben, vorläufigen Abschied vom Bad zu nehmen – und was passt da besser als zwei besondere Konzerte.“

Für das erste Konzert war das Hamburger Duo „Joseh und Rika“ eingeladen. Im ersten Teil des Konzertes präsentierte Rika auf ihrer Harfe eine Melange aus traditionellen musikalischen Weisen aus Irland und Skandinavien sowie Eigenkompositionen, die ihr Partner Joseh mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten begleitete. Im zweiten Teil des Konzertes wechselten die Rollen, und Rika begleitete den Singer-Songwriter Joseh, der sich der klassischen Popmusik verschrieben hat, mit ihrer Harfe. Alles in allem ein interessanter Hörgenuss durch den ungewöhnlichen musikalischen Dialog von Gitarre und Harfe.

Am Samstag hatte der Lübecker Pianist Holger Mantey seinen Flügel ins Hallenbad gebracht und präsentierte eine kongeniale Mixtur aus Musik und Videoaufnahmen unter dem Titel „Waves – Meer – Klänge“. Mantey, in Rügen aufgewachsen, hat seit seiner Kindheit eine besondere Beziehung zum Meer. Ihm gelang es, auch in Nienhagen eine meditative Stimmung zu erzeugen, die das Publikum in den Bann zog. 70 Minuten streichelte Mantey nonstop die Tasten, wenn die Wellen sanft auf dem Strand ausliefen und raste punktgenau mit immer harmonischen Moves atemlos durch seine musikalischen Deutungen von Wellenbergen und Gischtfontainen. Besonders imponierte Mantey durch das zeitgleiche Spielen von Flügel und verschiedenen Handpans.

Das sich Makel und Schmidt-Seffers noch einen etwas größeren Publikumszuspruch gewünscht hätten – je Konzert waren um die 55 Zuschauerinnen und Zuschauer da – ändert nichts an der Tatsache, dass die beiden Veranstalter froh waren, ihre Idee eines Schwimmbadkonzertes umgesetzt zu haben.

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