Eichenprozessionsspinner - Wir sollten hier bitte schon vorsichtig sein!
In den letzten Wochen erreichen uns immer wieder Hinweise auf Nester des Eichenprozessionsspinners. Diese beharrte Raupe, die sich jetzt langsam verpuppt und zum Schmetterling wird, hat nämlich sogenannte Brennhaare. Kommt unsere Haut damit in Kontakt, kann dies zu schmerzhaften Reaktionen führen. Zunächst ist die beste Vorsorge, einen guten Abstand zu den Nestern zu halten. Das wird zunehmend schwer, weil wir in diesem Jahr auch viele dieser Nester im unteren Stammbereich der Eichen finden und da sich die "brennenden Haare" leicht von der Raupe lösen, können diese auch über den Wind auf unsere Haut gelangen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das von der Raupe ausgehende Risiko zu beschränken. Zurzeit werden Nester von uns nicht nur mit Kleber eingesprüht, sondern am Ende auch unter Schutz durch eine Fachfirma abgesaugt. Andere Bekämpfungsmöglichkeiten werden getestet.
Einen ärztlichen Rat dürfen wir auch weitergeben, sofern Sie tatsächlich einmal in Kontakt mit den Haaren dieser Raupe kommen:
Auf jeden Fall schnell die Kleidung ausziehen, lange duschen und Haare waschen. Die Kleidung dann bei mindestens 60 Grad waschen.
Betroffene Hautstellen kühlen und Antihistaminika wie z.B. Fenistil auftragen. Wenn Augen oder die Atemwege mit betroffen sind, sich Fieber einstellt oder Kreislaufprobleme auftreten, unbedingt(!!) zum Arzt. Diese kleine Raupe ist mit ihren Haaren nicht zu unterschätzen. Übrigens, der Eichenprozessionsspinner ist nur an den Eichen zu finden. An anderen Bäumen findet man gelegentlich ähnlich aussehende Nester, bei denen es sich dann aber um harmlose Gespinstmotten handelt. Sie fressen die Bäume und Sträucher zwar kahl, die das aber in der Regel auch überleben.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie weder Kontakt zu diesen Raupen-Brennhaaren bekommen und auch sonst gesund durch diesen schönen Sommer kommen.
Ihr
Jörg Makel
Bürgermeister der Gemeinde Nienhagen
Mobil: 0173 6232551
veröffentlicht am