Aktuelles

aus Nienhagen

Gemeinde Nienhagen - Gute Aussichten für den Sonnenstrom

Gesetzlich geplante Blockade der lokalen Stromerzeugung gerade noch abgewehrt

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Das ist gerade noch einmal gut gegangen. Auf den letzten Metern hat sich die Bundesregierung von ihrem ursprünglichen Gesetzesentwurf zur Novelle des Energieeinspeisegesetzes  verabschiedet, mit dem sie den kleinen und mittleren Stromerzeugern den Knüppel zwischen die Beide werfen wollte.  Ein massiver bundesweiter Protest von vielen Akteuren  und auch aus dem Rathaus Nienhagen  hat Erfolg gezeigt.

Was wurde erreicht?
Ursprünglich sollten alle Betreiber von Sonnenstromanlagen ihre Anlagen mit einem Smartmeter ausstatten, also ein intelligentes Messystem. Diese Zähler mit Anbindung an das Internet hätten allein jährliche Kosten von 200,-€  und mehr ausgemacht. Von dieser völlig unsinnigen Idee ist der Gesetzgeber jetzt  -auf den letzten Metern- abgerückt und fordert solche Systeme nur noch  für Anlagen ab 7 Kw/p.

Ferner sollten nur Anlagen mit  einer Leistung bis 10 Kw/p bei der Eigenstromversorgung von der EEG-Umlage befreit werden. Jetzt gilt dies aber sogar bis zu einer Leistung von bis zu 30 Kw/p.  Das heisst, alle Dächer können jetzt mit Sonnenstromanlagen bedeckt  und der Strom kann selbst  vor Ort verbraucht werden. Mit dieser Entscheidung eröffnet sich ein riesiges Ausbaupotential - im übrigen auch in unserer Gemeinde und Samtgemeinde.

Und es gibt Rechtssicherheit für Anlagen, die nach 20 Jahren aus der Förderung fallen. Da drohte im ersten Gesetzesentwurf, dass diese abgeschaltet und verschrottet werden sollten.  Oder - noch verrückter, man durfte weiterhin einspeisen -quasi zum Nulltarif um anschließend seinen selbst erzeugten Strom vom Stromversorger wieder abzukaufen.

Man hätte daneben ein bereits vorhandenes Erzeugungspotential von regenerativen Strom einfach in die Mülltonne geworfen. Jetzt darf der Strom entweder vor Ort selbst verbraucht oder weiterhin  zu einem akzeptablen Vergütungspreis eingespeist werden.

Natürlich kann ich Ihnen nicht alle Vor- aber auch noch bestehende Nachteile der EEG-Novelle hier mitteilen.  Der Worst-Case ist aber abgewendet - auf den letzten Metern und man fragt sich berechtigter Weise, von wem  wohl der Erstentwurf der Novellierung, die jetzt nicht mehr zum Zuge kommt, eigentlich  geschrieben wurde. Da muss man nicht hellseherisch sein - die Stromkonzerne haben eine große Lobby, viel Zeit sowie Sach - Fachwissen und juristisches KnowHow und sicher auch viele Politiker an ihrer Seite. Da kann man schon mal Ideen entwickeln. Der abgelehnte Gesetzesentwurf war eine Frechheit und wurde lange Zeit von vielen Bundestagsabgeordneten schön geredet !

Die Hoffnung, dass man in Corona-Zeiten eine Mogelpackung auf den Weg bringen konnte, hat sich aber Dank der Unterstützung vieler wachsamer Menschen nicht erfüllt.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Jörg Makel
Bürgermeister der Gemeinde Nienhagen

veröffentlicht am

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