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aus Nienhagen

Waldkindergarten auch weiterhin wichtiger Teil der KITA-Bedarfsplanung in Nienhagen u. Mehr Raum zum Spielen und Forschen - Solides Konzept der KITA-Struktur in Nienhagen geht auf

Besorgte Gesichter beim Trollgarten e.V. als Träger des Waldkindergartens. Die Gemeinde will die Einrichtung schließen, so sei es aus den Räumen des Bürgermeisters gedrungen. Na, da gebe ich doch als erste gute Nachricht des neuen Jahres bekannt, dass das alles absoluter Quatsch ist. Zu unserer Konzeption zu den Kindertagesstätten ist es mir nämlich ganz besonders wichtig, dass wir eine Einrichtungsvielfalt mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen präsentieren und da spielt Waldkindergartenpädagogik wie jede andere Einrichtung eine wichtige Rolle.

Also Waldkindergarten aufgeben, das gibt es für mich nicht. Was wir als Verwaltung aber machen müssen, der Politik Auskunft darüber geben, wie die jeweiligen Einrichtungen ausgelastet sind und was uns in den unterschiedlichen Einrichtungen die Betreuungsplätze kosten. Und da am Ende wir als Gemeinde die Defizitfinanzierung jeder Einrichtung tragen, also in der Regel mehr als 95% der Kosten, erwächst immer wieder die Frage, wo Einsparungen zu erzielen sind.

Lesen Sie dazu gern unseren Beitrag zur aktuellen Auslastung unserer Kindertagesstätten (Mehr Raum zum Spielen und Forschen).

Jetzt aber durchatmen, im Wald wird weiterhin geforscht, gelernt und gespielt.

Jörg Makel
Bürgermeister

Mehr Raum zum Spielen und Forschen -
Solides Konzept der KITA-Struktur in Nienhagen geht auf

Werte Eltern, Großeltern und Kinder,
es ist noch gar nicht so lange her, da schien es, dass in Nienhagen die Kinder bzw. die Eltern
sich um einen KITA-Platz streiten müssten. Zu wenig Plätze. Keine freie Wahl der Einrichtung, Demonstration
vor dem Rathaus, lokaler Bildungsnotstand. Unsere Idee war es damals:

1.  Jedes Kind bekommst gesichert einen Betreuungsplatz und zwar umgehend
2.  Grundsätzlich sollen die Eltern wählen können, in welche Einrichtung sie ihr Kind geben, also Wahl der
Einrichtung nach dem pädagogischen Konzept
3.  Freie Wahl der Betreuungszeiten
4.  Deutliche Unterschreitung der gesetzlich zulässigen Gruppenstärke (die maximal zulässige Zahl der Kinder
    pro Gruppe um mindestens 3 Plätze reduzieren
5.  Schaffen von Betreuungsangeboten im Rahmen der Inklusion und Angebot von Plätzen auch für Kinder mit
    körperliche und oder geistigen Einschränkungen

Wir hatten diese Ziele bereits 2023 weitgehend erreicht, nicht zuletzt mit der Betriebsaufnahme der Einrichtung
"Gartenkinder" am Bürgerpark. Mit dem kommunalen Kindergarten, der dazugehörigen Außenstelle, dem evangelischen
Kindergarten, dem Kindergarten Gartenkinder mit der Lebenshilfe als Träger, dem Waldkindergarten mit dem Trägerverein
Trollgarten und dem Tagesmutterladen im Familienzentrum KESS bieten wir mit sechs Standorten und sechs unterschiedlichen
Konzeptionen den Familien optimale Wahlmöglichkeiten. Und endlich erreichen wir auch unser Ziel der Reduzierung der
Betreuungsplätze in den Gruppen.

Wir bedauern die jetzt aufflammenden Diskussionen in der Politik, die Existenz bestimmter
Einrichtungen wegen gesunkener Kinderzahlen in Frage zu stellen. Dabei werden auch immer wieder falsche Zahlen angeführt.
Fakt ist, dass wir im Bereich U3 derzeit 34 Plätze nicht belegt haben und im Bereich Ü3 38 Plätze frei hätten. Diese
Zahlen basieren aber auf die gesetzlich zulässige Zahl pro Gruppe und beinhalten eben   n i c h t die von uns angestrebte
und weitgehend erreichte Reduzierung der Betreuungsplätze in der Gruppe. Legen wir also das politische Ziel der deutlichen Reduzierung
(als im Ü3 Bereich nicht 25 Kinder pro Gruppe sondern nur 22 und in der Krippe die Reduzierung auf 12 Kinder pro Gruppe)
dann sprechen wir von ganz anderen Zahlen.

Wenn sich in den kommenden Jahren auch in Nienhagen noch mehr der Geburtenrückgang bemerkbar macht, wäre es selbstverständlich
jederzeit möglich, z.B. im evangelischen Kindergarten die Anzahl der Gruppen um eine Gruppe zu reduzierten.
Auch das wäre letztlich für die pädagogische Arbeit vor Ort ein Gewinn. Auch mit sechs Gruppen hätten wir immer noch eine recht große Einrichtung.
Ein freier Gruppenraum bietet aber dann ggf. Platz für weitere besondere und sicher auch nötige Angebote.

Es ist aber richtig, dass alle Einrichtungen der Gemeinde richtig viel Geld kosten, auch wenn das Land sich im letzten Jahr
endlich zur weiteren Abdeckung von Personal/Sachkosten bereit erklärt hat.
Unsere Konzeption zur KITA-Betreuung geht aber auf. Wir investieren in Kinder und damit in die Zukunft und dazu gehört auch,
dass wir fachlich gutes Personal für unsere Einrichtungen einstellen. Erst kürzlich hatte eine Erzieherin bei uns den
Arbeitsvertrag unterschrieben, obwohl sie mehrere Angebote hatte. Ihr standen sozusagen alle Türen offen. Die Wahl ist auf uns gefallen, nicht zuletzt, weil hier die
Anzahl der Kinder in den Gruppen geringer ist. Das schafft Raum und Zeit, Zeit für die Kinder, die es brauchen und davon
profitieren. Und Zeit für die Erzieher/Erzieherinnen zum Durchatmen.

Zusammengefasst: Wir sind auf gutem Weg und nichts ist zu viel

Ihr

Jörg Makel
Bürgermeister                            

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