Bekanntmachungen

aus Nienhagen

Klimaschutz

Was wird da am Dorfplatz in Nienhagen gebaut?

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

In den letzten Tagen wurde am Dorfplatz gearbeitet - ein großes Loch wurde ausgehoben. Was passiert dort?

Wenn ich Ihnen schreibe, dass wir künftig dort Wertstoffe sammeln, denken Sie wohl schnell an die oftmals verschmutzten und verdreckten Altglas-Sammelcontainer, die uns immer wieder Kopfzerbrechen bereiten.

Aber hier passiert etwas anderes: Hier werden wir über der Erde nur einen Einwurfbehälter sehen - erstmal kaum anders als ein Abfallkorb, von dem wir ja auch einige in der Gemeinde stehen haben. Darunter ist aber eben viel Platz für mehr Sammelgut. Das ganze nennt sich "Unterflursammelsystem" und ja, solche Systeme werden eben nicht mehr an den Dorf-oder Stadtrand verbannt, sondern in die Innenstädte, in Wohn-und Gewerbegebiete - eben gerade dort, wo Menschen auch bzw. auch nur zu Fuß vorbei kommen.

Warum macht man das ?

Es gibt viele Gründe, auch die, die dem Klimaschutz dienen:

  • Unterflursysteme sind weitgehend barrierefrei - sie können sogar aus dem Rollstuhl bedient werden - auch Kinder haben die Entsorgungsmöglichkeit
  • Unterflursysteme sind sauber, sie locken eben nicht Schädlinge an, wie all die verdreckten Sammelbehälter bisher in der Gemeinde.
  • Unterflursysteme verhindern, das Menschen Wertstoffe neben den "Container" abstellen und im Innerstädtischen-und dörflichen Bereich greift auch noch ein Stück soziale Kontrolle
  • Unterflursysteme werden vor allem auch dort abgestellt, wo wir nicht mit Fahrzeugen vorfahren und große Frachten entleeren. Sie sollen die Wertstoffe aufnehmen, die wir in der Tasche im Zuge eines Einkaufes mitnehmen. Wer den Wertstoff so behandelt, spart sich ein Abfalldepot zu Hause und erspart die Fahrten mit dem Auto zum Sammelplatz am Dorfrand.
  • Unterflursysteme sind geräuscharm und daher auch in Wohngebieten geeignet.

Das Sammelsystem am Dorfplatz ist also vorrangig für diejenigen gedacht, die dort im Nahbereich wohnen bzw. im Zuge einer Besorgung dort ohnehin vorbei gehen!

Gibt es schon Erfahrungen mit dem System?

Natürlich - sonst hätten wir das auch nicht angeschafft.

Hamburg führt dieses Systeme flächendeckend ein - auch in der Innenstadt. Die Stadt Cuxhaven wirbt mit den Behältern gerade als Touristenstadt. Ich habe mir dort einen Sammelplatz angesehen inmitten eines Wohngebietes - gegenüber des Rathauses und direkt zum Spielbereich einer Kindertagesstätte. In Bayern werden die Behälter verstärkt in Städten und Gemeinden eingesetzt. Vorreiter des Sammelverfahrens war Dänemark und in ganz Holland findet man dieses Sammelverfahren in allen Städten und Gemeinden, mittlerweile wird dort sogar in Wohngebieten so der Restmüll gesammelt - mit besten Erfolgen übrigens.

Das der eine oder andere dennoch skeptisch ist, kann ich verstehen und natürlich ist es bei uns auch erstmal nur ein Versuch.

ABER:

Jahrelang führen wir Diskussionen darüber, wie wir mit der Sammlung von Wertstoffen umgehen und probieren unzählige Standorte aus. Ohne messbare Erfolge !! Wertstoffe müssen wir aber auch weiterhin sammeln (brauchen also alternative Lösungen) - in Sachen Klimaschutz haben wir eh genügend Nachholbedarf und barrierefreie Einwurfsysteme hatten wir noch nie. Die Tatsache, dass wir unser Sammelsystem zum Teil auch über ein Förderprojekt finanzieren zeigt, dass dieses Verfahren zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Ihr

Jörg Makel
Bürgermeister

veröffentlicht am

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